Satire / ORF-Watch
Inoffizielle Satire auf den ORF — den Österreichischen Rundfunk. Die Nachrichten, bevor sie durch den Filter gehen.
EU

Mit den Taliban redet man „technisch" — mit Moskau gar nicht

Symbolbild — KI-Illustration folgt
Symbolbild · eigene KI-Illustration folgt

EU-Innenkommissar Magnus Brunner (ÖVP) verteidigt die in Brüssel mit Vertretern der Taliban geführten Gespräche: „technische Gespräche auf Beamtenebene" mit 15 EU-Ländern, keine politischen Vertreter, keine De-facto-Anerkennung. Man würde den Taliban „nichts geben", man habe sie „lediglich an ihre Verpflichtung erinnert, Straftäter zurückzunehmen".

Hintergrund ist ein Brief von 20 EU-Staaten — Österreich unterschrieb mit —, die mehr Möglichkeiten zur Rückführung von Afghanen ohne Aufenthaltsrecht forderten. Die Gespräche und belgische Visa an fünf Taliban-Vertreter hatten für Kritik gesorgt, auch aus Österreich.

Aus der Redaktion Das Wort des Tages heißt „technische Gespräche auf Beamtenebene" — der Weichspüler, mit dem man am Verhandeln vorbeiverhandelt. Bemerkenswert ist die Geometrie der EU-Gesprächsbereitschaft: mit einem radikalislamischen Regime setzt man sich an einen Tisch, mit der neuen Führung in Damaskus (vormals HTS) sucht man den Draht — beim Krieg vor der eigenen Haustür gilt Reden mit Moskau dagegen als Tabubruch. Reden ist also möglich, man muss nur die Richtigen aussuchen. Eine Frage, die der zwangsfinanzierte ORF-„Wahrheitsfunk" gar nicht erst festhält.

Quelle: orf.at/stories/3434215 · Satire/Parodie · nicht mit dem ORF verbunden

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