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Causa Pilnacek: Neuer Strafantrag gegen zwei Vertraute

Symbolbild — KI-Illustration folgt
Symbolbild · eigene KI-Illustration folgt

Gegen eine Vertraute des verstorbenen Sektionschefs im Justizministerium, Christian Pilnacek, liegt laut „Kurier" ein weiterer Strafantrag vor. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten wirft Karin W. falsche Beweisaussage, dauernde Sachentziehung und Datenverarbeitung in Schädigungsabsicht vor. Auch ihre ehemalige Mitbewohnerin Anna P. muss sich vor dem Landesgericht Krems verantworten.

Wie schon im früheren Verfahren geht es um den Laptop Pilnaceks. Der Vorwurf: Die Frauen hätten den Nachlass geschädigt, indem sie das Gerät behielten, statt es an die Polizei oder die Witwe zu übergeben, und es samt Daten an einen Bekannten Pilnaceks weiterreichten.

Anfang Juni waren beide in einem ähnlichen Verfahren am Landesgericht Wien mit einer Diversion davongekommen — je 250 Euro Verfahrenskosten und 180 Stunden gemeinnützige Arbeit. Gegen diese Entscheidung hat die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) inzwischen beim Oberlandesgericht Wien Beschwerde eingelegt.

Aus der Redaktion Die Causa Pilnacek begleitet die Republik seit Jahren — Datenschutzparagraf inklusive. Für 180 Stunden gemeinnützige Arbeit gibt es eine Diversion, gegen die dann die eigene Behörde Beschwerde führt. Der ORF referiert das brav. Wer hier wen deckt und wer aufklärt, bleibt auch nach dem nächsten Strafantrag Auslegungssache.
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